Wenn der Hahn kräht

Große Dinge passieren nicht, wenn der Hahn kräht, aber viel Gaudi um menschliche Verwicklungen, ein bisschen Liebe, ein wenig Gier, Eitelkeit und Einfältigkeit. An den „zerbrochenen Krug“ angelehnt, wird der Bürgermeister beim misslungenen Fensterlversuch erwischt und mit einer Mistgabel verletzt. Der Viechdoktor soll helfen, die Tochter und der Hausknecht Martl ahnen Schlimmes und helfen beim Verschleiern. Der arme Schneider Witt, der unter der Fuchtel seines Hausdrachens arg leidet, hat andere Sorgen und hilft dem Gendarm bei der Aufklärung nur wenig.

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Die Troerinnen

Der Trojanische Krieg ist vorbei, die Männer sind tot. Die Witwen Trojas finden im verwüsteten Gebiet wieder zusammen, sehen die Stadt brennen und erwarten ihr endgültiges Los. Unter ihnen ist Hekuba, die Königinnenwitwe. Nach und nach erfährt sie das Schicksal ihrer Töchter: Kassandra, die Seherin, wird als zukünftige Geliebte des Griechenkönigs verschleppt. Die Schwiegertochter Andromache wird dem Sohn des Achilles zur Frau gegeben - besonders grausam, da Achilles Andromaches Mann Hektor tötete.

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Der Ehestreik

Im Dorf ist der Teufel los. Seitdem die neue Kellnerin Hanni im „Bärenwirt" bedient, sind die Männer jeden Abend im Wirtshaus; so auch Josef und sein Schwiegervater Bartl. Schon ist die Bürgermeisterin unterwegs bei den Ehefrauen, um Unterschriften zu sammeln: Der Kellnerin soll gekündigt werden, damit die Männer wieder zu Hause bleiben. Und die Frauen haben noch eine Idee: Sie wollen die Männer aus ihren Schlafzimmern aussperren, wenn sie vom Wirtshaus heimgekommen. Die Nacht des „Ehestreiks" bringt die Wahrheit ans Licht: Die scheinbar so tugendhafte Bürgermeisterin hat den Streik angezettelt, damit sie sich selbst ungehindert mit dem Wurzelhans treffen kann.

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Der Geisterbräu

In Burgberg wird der Wirt Xaver Bogenrieder, vom „Unterbräu", zu Grabe getragen. „Von der Damenwelt hat er etwas verstanden!" So kommentiert der versammelte Stammtisch die Beerdigung des Wirtes bei einer Maß Bier. Und auch beim Leichenschmaus wird die hübsche Witwe Wally von dummen und heuchlerischen Sprüchen der Verwandtschaft und ihrer drei Verehrer, dem Apotheker, dem Postsekretär und dem Professor nicht verschont.

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Bitte keine Blumen

Der penetrante Hypochonder George Kimball ist überzeugt: Er ist unheilbar krank. Damit beginnt ein Spektakel absurdester Missverständnisse, denn er sucht für seine baldige Witwe schon einmal einen neuen Ehemann. Daraufhin ist diese überzeugt, dass George durch diese Aktivitäten seine eigenen Seitensprünge tarnen will, bis zu einem glücklichen Finale alle in Frieden vereint sind. Das Stück ist im Originaltitel unter „Send me no flowers!“ bekannt.

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Holzers Peepshow

Die Bauernfamilie Holzer bangt um ihre Existenz, obwohl deren Haus unweit einer touristischen Pinkelstation in den Alpen liegt. So entwickelt man das Konzept einer ungewöhnliche Peepshow und inszeniert sich dabei als Touristenattraktion selbst. Bei Geldeinwurf geht der Vorhang auf und gibt den Blick in die gute Stube frei. Dumm nur, dass in dieser Idylle längst der Wurm drin ist. Dumpfheit und Sprachlosigkeit bestimmen den Alltag auf der Alm. Die Holzers wohnen in einem etwas heruntergekommenen, aber urigen Bauernhaus. Mit der Landwirtschaft läuft es nicht mehr recht. Der 90-jährige Opa starrt an die Wand, sein Sohn aus dem Fenster. Als dort immer wieder Touristenbusse vorbei kommen, deren Inhalt begierig nach ländlicher Idylle ist, machen die Holzers aus der Not eine Tugend.

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Schönes Weekend Mr. Bennett

Mr. Bennett wohnt mit seiner Familie in der kleinen englischen Stadt Wokenham. Der Mann ist ein angesehener Bürger, gehört mehreren Vereinen an und ist Präsident des örtlichen Cricket-Clubs. Im Leben zeigt er sich als ehrbarer Bürger: Er ist glücklich verheiratet, hat ein Haus gebaut und ist Besitzer eines großen Wagens. Niemand weiß von einem dunklen Fleck in seiner Vergangenheit: in seiner Jugend war er in Südamerika und ging ganz anderen Dingen nach.

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s’elektrische Herz

Der Penner Hubert ist ein schlauer Bursche. Sein ganzes angelesenes Wissen setzt er ein, um sein Lebensziel zu erreichen: Die hundertprozentige Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Er treibt es so weit, dass er sich durch geschickte Manipulation den für einen anderen bestimmten Herzschrittmacher - s' elektrische Herz - einsetzen lässt. Am Ende hat er ein ganzes Ärzteteam der Fahrlässigkeit überführt, einem jungen Paar eine Wohnung und sich selbst die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschafft.

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Meine Frau ist jetzt der Boss

Der erfolglose Seifenhersteller Robert bemerkt die nachlässige Haushaltsführung seiner Frau Christa. Es kommt zu Streitereien, an deren Ende sich die Frau um die Firma und der Mann um den Haushalt kümmert. Beide sind beschäftigt: Er veranstaltet zusammen mit dem arbeitslosen Sigi und einer frustrierten Nachbarin Karten- und Malnachmittage, Christa macht mit ihrem Sekretär viele.

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Furcht und Elend des Dritten Reiches

In Anlehnung an Heines "Deutschland. Ein Wintermärchen" wollte Brecht das Stück ursprünglich "Deutschland - Ein Greuelmärchen" nennen. Der endgültige Titel ist eine Anlehnung an Balzacs Werk "Glanz und Elend der Kurtisanen." Brecht zeigt den deutschen Alltag unter den Nationalsozialisten. Die Szenen haben keinen direkten Zusammenhang, die Protagonisten treten nur jeweils in einer Szene auf. Insgesamt verdeutlichen sie, wie die nationalsozialistische Diktatur alle Lebensbereiche der Menschen durchdringt.

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